Eine Stadt, die sich zu verteidigen weiß

Die Festungsstadt Koblenz

Die Großfestung Koblenz, offiziell „Festung Koblenz und Ehrenbreitstein“, ist ein System von preußischen Festungswerken, welches im Zeitraum 1815 bis 1834 erbaut wurde und mit welchem der damals strategisch wichtige Zusammenfluss von Rhein und Mosel gesichert wurde. 

Das Festungssystem

Das Festungssystem besteht aus den Stadtbefestigungen von Koblenz und Ehrenbreitstein sowie deren vorgelagerten Festungswerken in Gestalt von Festen, Fleschen, Schanzen und Forts, die teilweise erhalten oder im Laufe der Zeit durch Schleifung und spätere Abrisse fast völlig verschwunden (z. B. Feste Kaiser Alexander) sind. Zwischen den einzelnen Bauten, die sich auf den Höhenzügen und in den tiefergelegenen Ebenen rings um die Stadt befanden, erleichterten Blickbeziehungen die gegenseitige Sicherung. 

Das Festungssystem ist Teil des UNESCO Welterbes Oberes Mittelrheintal und im UNESCO-Förderprogramm für Welterbestätten aufgenommen. Darüber hinaus steht es auf der Liste der Denkmäler mit nationaler Bedeutung.

Festung Ehrenbreitstein
118 Meter über dem Rhein hat man von der Festung Ehrenbreitstein aus den wohl fantastischsten Ausblick auf Koblenz und den Zusammenfluss von Rhein und Mosel am Deutschen Eck! 
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Fort Asterstein
Das nach dem preußischen General von Aster benannte For wurde von 1818 bis 1828 gebaut. Heute lädt der neugestaltete Festungspark rund um das gut erhaltene Reduit mitsamt aufwändiger Hoffassade zu einem Besuch ein. 
Fort Konstantin
Das Fort Großfürst Konstantin wurde von 1822 bis 1827 am nördlichen Steilhang des Karthäuserbergs errichtet. Das weitgehend erhaltene Fort steht an der Stelle eines mittelalterlichen Klosters. Fundamente und Krypta sind noch erkennbar. Am Fuße des Steilhangs findet sich der sogenannte Kehlturm. 
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Feste Kaiser Franz
Die Feste Kaiser Franz wurde 1822 fertiggestellt und diente der Verteidigung des linken Moselufers. Heute sind Haupttor, Reduit sowie Teile des unterirdischen Gangsystems erhalten. Der großzügige und neu angelegte Festungspark bietet einen imposanten Blick und kann täglich besichtigt werden.
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Neuendorfer Flesche
Die Neuendorfer Flesche wurde von 1820 bis 1825 als Teil des Festungssystems Feste Kaiser Franz erbaut. Heute sind noch die äußere Grabenmauer, die davon abgehenden unterirdischen Minengänge sowie der 1995 rekonstruierte "Grabenschnitt" erhalten. 
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Die Festungsanlagen Franz, Asterstein und Konstantin sind Teil der Fördermaßnahme „Nationale Projekte des Städtebaus 2015“ zwischen 2015 und 2019, welche zum Ziel hat Geschichtsfragmente der Festung aufzuwerten und neu zu erschließen.

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